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  • Simon Rageth

Wir sind jetzt auch Energieproduzent

Vor kurzem habe wir auf unserem Einfamilienhaus eine Solaranlage in Betrieb genommen. Einerseits möchten wir so einen kleinen Beitrag dazu leisten, unseren eigenen Fussabdruck auf der Erde zu verkleinern. Jährlich verbrauchen wir mit unserem Haus als 5-köpfige Familie rund 6000 kWh Strom. Mit unserer Solaranlage sollten wir gemäss ersten Prognosen rund 8000 kWh Strom jährlich produzieren - mal schauen wieviel es dann wirklich wird. Wir geben also mehr Strom ins System zurück als wir direkt beziehen – und dazu saubere, erneuerbare Energie.

Ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Andererseits ist eine Solaranlage auch ökonomisch sinnvoll. Eine kleine Milchbuchrechnung mit gerundeten Werten:

  • Planungsannahme 1: Die Investitionskosten betragen CHF 23'000 minus CHF 4'000 Fördergelder = CHF 19’000.

  • Planungsannahme 2: Die Solaranlage produziert jährlich 8000 kWh.

  • Planungsannahme 3: Davon verbrauchen wir (wahrscheinlich) jährlich 20% selbst (1600 kWh) und 80% (6400 kWh) geben wir ins Netz zurück.

  • Planungsannahme 4: Stromeinkaufspreis beim Netzbetreiber CHF 0.25/kWh; Stromverkaufspreis an den Netzbetreiber CHF 0.12/kWh.

Die einfache Rechnung: 1600 kWh beziehen wir jährlich von unserer Solaranlage («gratis»), 4400 kWh erwerben wir weiterhin vom Netzbetreiber (4400 x CHF 0.25 = CHF 1'100); 6400 kWh verkaufen wir dem Netzbetreiber (6400 x CHF 0.12 = CHF 768). Die Differenz: Unsere jährlichen Stromkosten betragen neu CHF 1'100 – CHF 768 = CHF 332, statt bisher 6000 x CHF 0.25 = CHF 1'500. Dies bedeutet ein jährlicher «Gewinn» gegenüber heute von CHF 1'168 (CHF 1'500 minus CHF 332). Die Solaranlage wird sich damit in 16.2 Jahren amortisieren (Investitionskosten CHF 19'000 / jährlicher «Gewinn» CHF 1'168). Anschliessend, ab dem 17. Jahr, machen wir gegenüber heute über 1'168 Franken «Gewinn», dies bei einer erwarteten Lebensdauer der Solarpanel von 30 bis 40 Jahren, wobei die Wechselrichter zwischenzeitlich erneuert werden müssen.

Obige Rechnung ist zwar stark vereinfacht, zeigt aber, dass eine private Solaranlage auf dem Dach sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist. Wie sich die einzelnen Parameter verändern, werden wir sehen. Falls der Stromeinkaufspreis steigt, wird sich die Amortisation verkürzen, falls der Stromverkaufspreis sinkt, wird sie sich verlängern.


Fakt ist: es macht uns etwas stolz, ein kleines Kraftwerk auf dem Dach zu haben und eigene, saubere Energie konsumieren zu können.



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