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  • Simon Rageth

Mein Votum zum Auftrag Epp betreffend Priorisierung Porta Alpina

Neue Verkehrswege sind eine schöne Sache. Verkehrswege reduzieren Distanzen, verändern Verhaltensweisen und verbinden Menschen. Auch einer allfälligen Porta Alpina kann ich positive Effekte abgewinnen. Einerseits könnte der attraktive, touristische Markt Mailand näher an unsere wunderbare Surselva und an Graubünden generell gebracht werden. Andererseits stärken neue öV-Verbindungen den öffentlichen Verkehr insgesamt, was begrüssenswert ist.


Leider sind neue Verkehrswege in der Regel teuer. Dies dürfte auch auf den Endausbau der Porta Alpina zutreffen, auch wenn ich ehrlich gesagt den allfälligen Investitionsbetrag nicht kenne. Auch sind die finanziellen Mittel, welche für den Ausbau des Bahnstreckennetzes zur Verfügung stehen endlich. Es herrscht national ein grosser Verteilkampf um die entsprechenden Gelder. Ob und inwieweit dieses Projekt finanziell umgesetzt werden kann und als prioritär zu bezeichnen ist, muss geprüft und analysiert werden, ich kann das nicht beurteilen. Es gibt zahlreiche spannende Bahnprojekte: im Gespräch sind der Wolfgangtunnel, der Tunnel von Arosa nach Davos, die Verbindung von Scuol nach Mals oder jene von S-chanf nach Livigno, auch der Töditunnel war in diesem Saal kürzlich ein Thema, um nur einige zu nennen. Alles können wir uns nicht leisten, alles werden wir nicht vom Bund bezahlt bekommen und entsprechend ist der von der Regierung vorgeschlagene abgeänderte Antrag der richtige Weg, welchen es im Zusammenhang mit der Porta Alpina einzuschlagen gilt.


Den ursprünglichen Auftrag und auch der abgeänderte Auftrag, wie ihn Grossrat Michael vorschlägt, erachte ich als nicht geeignet, ich störe mich insbesondere an der Begrifflichkeit „mit höchster Priorität“. Ich persönlich bin nicht in der Lage zu beurteilen, ob die Porta Alpina höchste Priorität haben soll oder ob nicht andere interessante Bahnprojekte Graubündens, wie eben genannt von mir, aus volkswirtschaftlicher Sicht erstrebenswerter sind und eine höhere Priorität haben.


Entsprechend werde ich für die Überweisung des Auftrages im Sinne der Regierung stimmen, welcher nicht gegen eine allfällige Porta Alpina ist, welcher jedoch der richtige Weg ist, und bitte sie geschätzte Ratskolleginnen und Ratskollegen, dies auch zu tun.


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