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  • Simon Rageth

Mein Votum zum Auftrag Sax betreffend direkte Erreichbarkeit von Chur West mit der RhB

Die Stärkung und die Optimierung des öffentlichen Verkehrs liegt in der DNA der Grünliberalen Partei. Ein möglichst optimales Gesamtsystem kann jedoch auch bedingen, dass Relationen nicht mehr direkt angeboten werden oder Stationen mittels Bus statt Bahn erschlossen werden. Auf den ersten Blick mag das schlecht erscheinen, das Gesamtsystem kann damit aber auch wesentlich besser werden. Nämlich insbesondere dann, wenn wie in Graubünden das Angebot ausgebaut und die Anzahl Verbindungen erhöht wird. Und genau diese Stärkung dieses Gesamtsystems sollte doch unser aller Ziel sein.


Wie wir wissen, wird in den kommenden Jahren ein integraler Halbstundentakt auf einem grossen Teil des RhB-Netz eingeführt. Dieser Prozess ist bereits seit einigen Jahren eingeleitet, befindet sich die Rhätische Bahn doch unter anderem auch dafür in der grössten Rollmaterialbeschaffung ihrer Geschichte. Für die Surselva ist ein Halbstundentakt vorgesehen, was das Angebot massiv verbessert.


Für Bündner mag es heute vielleicht noch komisch anmuten, wenn man zuerst am Ziel Chur West vorbeifährt, um dieses erst mit einem Rückanschluss über den Bahnhof Chur zu erreichen. Wer aber schon einmal von Bern nach Zürich Altstetten gefahren ist, der kennt dies schon lange und weiss, dass er einmal an Zürich Altstetten vorbeifährt, wenn sie oder er die schnelle Verbindung nehmen möchte. Und wie wir der Antwort der Regierung entnommen haben, erfolgt das Umsteigen in Chur Hauptbahnhof auf demselben Perron, also komfortabel.


Die Anschlüsse der Surselvazüge an die Züge Richtung Unterland, welche von zehn Mal mehr Reisenden genutzt werden, sind aus meiner Sicht viel höher zu gewichten als eine direkte Verbindung nach Chur West, zumal die Reisezeit von der Surselva nach und von Chur West ähnlich gehalten werden kann. Wer also diese direkte Verbindung nach Chur West haben möchte muss wissen, dass mit den ein bis zwei Minuten Fahrzeitverlängerung durch diesen Halt, der Anschluss an die IC-Züge gefährdet wird, was vielen Bahnreisenden aus der Surselva schaden und das öV-Gesamtsystem schwächen würde. Gleichzeitig würde mit einem Halt Chur West die Fahrplanstabilität angegraben, was anderen Linien schaden und das Gesamtsystem destabilisieren würde, was sich in Unpünktlichkeit der Züge niederschlägt. Die Detailausführungen dazu möchte ich Ihnen ersparen. Wir sehen: Die Gestaltung des Fahrplans ist äussert komplex und vernetzt und nicht zuletzt ist er ein endliches Wunschkonzert.


Schliesslich möchte ich auch darauf hinweisen, dass mir persönlich eine Fahrplangestaltung im Grossen Rat als nicht zielführend erscheint. Es gibt ein jährlich wiederkehrendes Fahrplanverfahren, bei welchem jede Bürgerin oder jeder Bürger mitwirken kann.


Entsprechend wird die Grünliberale Fraktion das Ziel eines möglichst optimalen öV-Gesamtsystems vor Augen, den Antrag der Regierung unterstützen.

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